Schlagwort-Archive: Nacht im Freien

Mimi alleine unterwegs: Wandern am Pembrokeshire Coast Path (Teil 2)

Vor kurzem bin ich von einer einwöchigen Wanderung entlang vom Pembrokeshire Coast Path zurückgekommen, mit vielen schönen Erinnerungen, positiven Gefühlen, einem deutlich leichteren Rucksack (das Proviant war ja schließlich aufgegessen worden!), ein paar Erinnerungsstücken und ein bisschen Farbe im Gesicht. Mimi alleine unterwegs: Wandern am Pembrokeshire Coast Path (Teil 2) weiterlesen

Mimi alleine unterwegs: Wandern am Pembrokeshire Coast Path (Teil 1)

Das Jahr 2017 hat für mich eher schwierig angefangen. Mit dem Tod meiner Großmutter Momo, einer hartnäckigen Grippe und Unzufriedenheit sowie Stress im Job ist da einiges zusammengekommen. Ich habe mich zeitweise ziemlich mies gefühlt und die ersten Monate des Jahres waren geprägt von gedrückter Stimmung, (Selbst-)Zweifeln, Sorgen, Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafproblemen und ewigen Kopfschmerzen. Meine Arbeit zu kündigen war ein erster wichtiger Schritt in Richtung Besserung. Bevor ich mich wieder ins Job-Such-Gemetzel begebe, habe ich mir etwas Zeit für mich genommen um wieder zur Ruhe zu kommen und Zuversicht zu gewinnen. Dabei wollte ich etwas machen, dass mir Spaß macht und mich gleichzeitig herausfordert. Pause und Mutprobe zugleich. Da war schnell eine Idee geboren: ich würde eine Woche lang ganz alleine wandern gehen.

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Frühlings- und Blogerwachen

Wieder anzufangen ist schwer. Wenn man zuhause in der warmen Wohnung sitzt und draußen das Wetter ungemütlich ist, kann man zwar gut von weit entfernten Abenteuern träumen, aber hier und jetzt das Haus für ein kleines Abenteuer zu verlassen, ist gar nicht so einfach. Anstatt dass wir einfach den nächstbesten Hügel besteigen, verlieren wir uns lieber in Tagträumen und schauen uns sehnsüchtig Bilder von verschneiten Berglandschaften in Lappland, Granitfelsen in Bohuslän und Sommerwiesen in den Alpen an. Ohne Zweifel wollen wir wieder in die Natur hinaus, aber… wieder anzufangen ist schwer.

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Abenteuer-Jahresrückblick 2016

Am Ende des Jahres können wir auf ein erfreuliches Abenteuerjahr zurückblicken. In diesem Post wollen wir unsere Lieblingsabenteuer für 2016 küren – sowohl Abenteuer, die wir erlebt haben, als auch Abenteuer, von denen wir auf anderen Blogs gelesen haben und die uns inspirieren.

Beginnen wir mit unseren eigenen Erlebnissen. Auf unserem Blog sortieren wir unsere Abenteuer in die Kategorien „Zu Fuß„, „Mit Dem Rad“ und „Am Wasser“ und für jede dieser Kategorien wählen wir unser liebstes Abenteuer im Jahr 2016 aus. In diesem Jahr hatten wir keine Möglichkeit uns großen Abenteuern zu widmen, aber wir haben Zeit für viele kleine und feine Unternehmungen in der Natur gefunden.

Zu Fuß-Abenteuer des Jahres 2016

Hier gewinnt eindeutig unsere viertägige South West Coast Path Wanderung. Diese Wanderung hatten wir schon geplant bevor wir nach England gezogen sind und unsere Erwartungen waren dementsprechend hoch. Doch der South West Coast Path hat unsere Erwartungen noch bei Weitem übertroffen. Ein Wandertraum.

Mit dem Rad-Abenteuer 2016

Hier wählen wir eine kleine, aber sehr feine Radausfahrt mit Übernachtung aus, die wir im Rahmen unseres Microadventure-Blogeintrags vorgestellt haben. Ein echtes (kleines) Abenteuer in weniger als 24 Stunden inklusive Radfahrt, wild campieren, Kräuter sammeln, Sonne und Schneeregen sowie wunderschöne englische Natur. Perfekt.

Am Wasser-Abenteuer 2016

Hier ist uns die Entscheidung etwas schwer gefallen. Eigentlich hat uns auch unser Kajakabenteuer in Schweden ausgezeichnet gefallen, aber den ersten Preis wollen wir unserem Packraft-Themsenabenteuer verleihen. Mit dem Packraft die Themse von ihrem Ursprung bis Oxford zu erkunden, war ein einzigartiges Erlebnis für uns und bot uns eine ganz neue Perspektive. Einen Fluss entlang zu paddeln, jede Schlinge kennenzulernen und für ein paar Tage am Wasser zu leben hat uns ungemein gefallen.

Das waren auch schon unsere Abenteuer, nun geht es weiter mit den Abenteuern, die wir mit größter Begeisterung online mitverfolgt haben. Die folgende Liste ist ohne besondere Reihung. Los geht’s!

Britannien, in groß

Kathrin, alias Fräulein Draußen, ist LEJoG gewandert, von Land’s End, dem südwestlichsten Zipfel Englands, bis John o‘ Groats, an der nördlichsten Spitze Schottlands. Dazwischen liegen beinahe 2000 Wanderkilometer und somit stellt LEJoG DAS britische Fernwanderabenteuer schlechthin dar. Besonders beeindruckt hat uns nicht nur, dass sie dieses große Projekt alleine bestritten hat, sondern auch, dass sie gegen Ende mit gutem Gewissen beschlossen hat, ihre Wanderung in den schottischen Highlands frühzeitig zu beenden. Solche Entscheidungen zu treffen fällt uns sehr schwer, ohne das Gefühl zu haben aufgegeben zu haben. Über ihren letzten Wandertag und wie sie zu dieser Entscheidung gekommen ist berichtet sie ausführlich und unterhaltsam, ihre Wanderung nacherleben kann man auf ihrem Instagram Account @frl_draussen.

Abenteuergeschichten zum Kaputtlachen, „unfuckingfassbar“

Eigentlich wollte Ines zu Fuß von der Südspitze Norwegens zum Nordkapp gehen. Aber bald stellte sie fest, dass Wandern mit schwerem Rucksack nichts für sie ist. Wir dachten schon sie bricht ihr großes Abenteuer ab, aber weit gefehlt: sie beschließt mit dem Rad zu fahren und erreicht schließlich wirklich das Nordkapp. Die Schilderungen ihrer Erlebnisse sind großartig erfrischend geschrieben, wir mussten immer wieder laut auflachen. Aber abgesehen von ihrem einzigartigen Schreibstil beeindrucken uns genauso ihre Leistung und ihr Improvisationstalent.

Quer durch Skandinavien in allen Jahreszeiten

Lena und Thilo haben ihre Bürojobs gekündigt und sind Ende Mai am Nordkapp losgewandert. Sie folgen dem Fernwanderweg E1, der vom Nordkapp bis nach Sizilien führt. Bisher hat sie ihre Wanderung durch Norwegen, Finnland, Schweden und Dänemark geführt. Vor kurzem sind sie in Deutschland angekommen. Ihre Berichte und Fotos bestärken unseren Wunsch auch einmal (hoffentlich bald!) eine ähnlich große Wanderung zu starten. In gewanderter Distanz, Ausdauer und Dauer der Tour sticht dieses Abenteuer unter all den anderen genannten deutlich hervor. Bewundernswert und inspirierend!

Quer durch die Alpen

Direkt in Wien loswandern und den Alpen folgen bis man in Monaco die Füße ins Meer stecken kann. Großartiger Plan, nicht wahr? Martin von vergissmi.net hat diese Herausforderung im Sommer gemeistert und berichtet detailliert und unterhaltsam von seinen Erlebnissen. Großartige Fotos machen Lust in seine Fußstapfen zu treten und die Alpen so genau kennen zu lernen. Besonders reizvoll: dieses Abenteuer startet für uns (Wiener) direkt vor der Haustür!

Die verrückteste Herausforderung

Alastair Humphreys, ein bekannter britischer Abenteurer, hat sich diesen Sommer die Herausforderung gestellt durch Spanien zu wandern – ohne Geld aber mit Violine. Für einen geübten Geiger wäre es vermutlich kein besonderes Problem genügend Geld zu erspielen, um sich Essen zu kaufen, doch Alastairs Violinenkünste waren – höflich ausgedrückt – bescheiden. Seine Kurzvideos entlang des Weges sind lustig (wenn er Geige spielt) und inspirierend (dass er tatsächlich schafft, sein Ziel zu erreichen).

Gröna Bandet: eine schwedische Herausforderung

Gröna Bandet, das sogenannte Grüne Band, bezeichnet die Herausforderung die gesamte schwedische Bergkette zu erwandern – von Grövelsjön im Süden bis zum Treriksröset im Norden, wo sich die schwedische, norwegische und finnische Grenze treffen (oder umgekehrt). Je nach Routenführung ist diese Wanderung zwischen 1300 und 1500km lang. Seit diese Herausforderung im Jahr 2011 ins Leben gerufen wurde, haben sie 54 Personen gemeistert. Von denen, die es 2016 geschafft haben, hat uns besonders Caroline und Emanuels Abenteuer beeindruckt. Sie sind Ende September (2015) gestartet und haben ihr Ziel Grövelsjön erst Ende Jänner erreicht, da sie sowohl das Wetter als auch eine Knieverletzung vor besondere Herausforderungen gestellt hat. Wir bewundern die beiden für ihre Hartnäckigkeit und den Erfolg, trotz Widrigkeiten das Ziel erreicht zu haben. Und darüber hinaus ist Gröna Bandet vermutlich die Tour, die an erster Stelle unserer Weitwanderwunschliste steht.

Mutmacher – Abenteuer mit Baby sind möglich

Besonders beeindruckt sind wir von den Belgiern Steve und Katrijn, die mit ihrer 20-wöchigen Lotta in Patagonien für 45 Tage wandern waren. Momentan gibt es nur ein Video von diesem Abenteuer, aber das vermittelt schon einen sehr guten Eindruck vom Wanderalltag mit Baby – und der überwältigenden Bergkulisse in Patagonien. Wir waren wirklich überrascht, dass eine solche ausgedehnte Tour auch mit Säugling möglich ist und offenbar allen Beteiligten gefallen hat!


Auf viele weitere Abenteuer im nächsten Jahr!

Vier Tage South West Coast Path

Der South West Coast Path folgt mehr als 1000km der englischen Küstenlinie und inkludiert zur Gänze die Küste von Devon und Cornwall. Wer uns kennt, wird wenig überrascht sein, dass wir schon einige Zeit von diesem Weg träumen: wandern mit Blick aufs Meer, wilde Klippen. Im August sind wir vier Tage dem South West Coast Path gefolgt, ein großartiges Erlebnis. Vier Tage South West Coast Path weiterlesen