Tierreich Themse

Wir haben das Glück zurzeit in einer sehr grünen Stadt zu leben. In Oxford gibt es unzählige Parks, Wiesen, Gärten und rund um die Stadt zieht sich der Oxford Green Belt (den Martin zum Teil schon durchwandert ist), in dem nicht gebaut werden darf. Wir haben bezüglich der Lage unserer Wohnung besonderes Glück: sie liegt genau zwischen Oxford Canal und Themse und wir brauchen nur ein paar Schritte vor die Haustür zu machen um im Grünen zu sein. Unser übliche Weg ins Stadtzentrum führt am Kanal entlang und die dort lebenden Vögel sind uns mittlerweile so vertraut, dass wir sie eigentlich schon als freundliche Nachbarn empfinden und ihnen Namen gegeben haben. Da gibt es Reinhard, den Reiher (oder soll er doch Harry the Heron heißen?), das Schwanenpärchen Fred und George sowie die frechen Schnattergänse, die wir der Einfachheit halber alle Susi nennen.

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Ein wartender Reinhard Reiher

 

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Eine stolze Susi

Noch toller aber, als unsere gefiederten Nachbarn auf dem Heimweg zu begrüßen, war es unterwegs während unseres viertägigen Themsenabenteuers im Juni zu sehen, welche Tiere auf und entlang der Themse leben. Dabei haben wir keine wirklichen Exoten entdeckt, aber das ändert nichts daran, wie sehr wir uns (meistens!) über diese Tierbegegnungen gefreut haben. Unsere Paddeltour auf der Themse ist nun schon etwas her, aber die Fotos würde ich trotzdem gerne mit euch teilen.

Es folgt eine Vorstellung in Bildern. Beginnen wir einmal mit den Wasservögeln:

Die Schwäne sind eindeutig die Könige der Themse. (Übrigens, wusstet ihr, dass die Schwäne auf der Themse alle der Queen gehören? Einmal im Jahr gibt es in Abingdon, in der Nähe von Oxford, ein mehrtägiges Event, das sich „Swan Upping“ nennt, bei dem die Schwäne gezählt und ihr Gesundheitszustand  überprüft wird. Dabei helfen auch immer viele Freiwillige mit.) Die Machtansprüche haben uns die Schwäne bei einigen Gelegenheiten klargemacht. Da sie Anfang Juni gerade recht kleine Junge hatten, haben wir immer besonders acht gegeben viel Abstand zu lassen und sie nicht aufzuschrecken. Trotzdem ist uns einmal ein erwachsener Schwan hinterhergeflogen und hat dabei bedrohliche Geräusche gemacht. So schnell wie in dem Moment sind wir mit dem Packraft sonst nie gepaddelt!

Mittlerweile sind die jungen Schwäne schon deutlich gewachsen und sind schon fast so groß wie ihre Eltern. Mit ihren flauschigen grauen Federn sehen sie aber trotzdem sehr putzig aus! Ihren Beschützerinstinkt haben die Schwaneltern noch nicht abgelegt. Vor kurzem hat eine Schwanfamilie den Weg entlang vom Oxford Canal belagert und es war schlicht und einfach nicht möglich vorbeizugehen. Ein Mann ist, mit seinem großen Koffer als Schutzschild, hastig an ihnen vorbeigegangen und wurde dabei sehr wild angefaucht. Schwäne sind schon recht furchteinflößend, wenn sie sich groß machen und fauchend auf einen zurennen! Wir haben dann beschlossen kehrt zu machen und einen anderen Weg nach Hause zu gehen.

Auch die Kanadagänse hatten zu dieser Zeit Junge, die schon fleißig Grünzeug vom Ufer gerupft haben:

Auch eine Mandarinente war wieder dabei sowie Moorhühner mit Jungen. Die sehen mit ihren langen Beinen ganz schön tolpatschig aus, sind damit aber erstaunlich gelandegängig:

Wir haben übrigens diese tolle Seite der „Royal Society for the Protection of Birds“ entdeckt, auf der es einen „Bird Finder“ gibt. Wenn man einen Vogel gesichtet hat, kann man mithilfe von diversen Fragen zu Größe, Farbe, Ort, Schnabelform… herausfinden, was das denn genau war – so haben wir zum Beispiel herausgefunden, dass  wir Mandarinenten  gesehen haben. Auch toll: Man kann sich die Vögel auf dieser Seite auch anhören. Ein bisschen Amselgezwitscher könnte vielleicht bei aufkommendem Winter-Blues ein bisschen helfen…

Leider waren manche unserer Weggefährten recht fotoscheu (oder die Fotografin zu langsam?) sodass wir nicht von allen Vögeln, die wir unterwegs gesehen haben, auch Bilder zeigen können. Ach, und die gewöhnlichen Stockenten haben wir gar nicht fotografiert! Dabei hatten die zum Teil sehr knuffige Junge. Und sind immer sehr aufgeregt davongeflogen, wenn wir uns genähert haben (natürlich immer in die falsche Richtung)!

Und nun ein paar anderen Tieren, die an den Themsenufern zuhause sind:

 

 

 

 

 

 

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