Expedition Kanelbullar: Unser Plan

Nun hat unsere große Wanderung, das Kernstück unseres Abenteuerjahrs, begonnen! Nach zwei Monaten „Abenteuerpause“ und Inselzeit fühlt es sich großartig an wieder unterwegs zu sein und vier Monate Wanderfreiheit vor uns zu haben. Die Pause an der Westküste Schwedens hat nicht nur uns gut getan, sondern auch der Natur Zeit gegeben von Winter auf Sommer zu wechseln: der Schnee ist fast überall geschmolzen, die Wege sind wieder begehbar und die Temperaturen freundlich geworden. Es steht dem Start unserer Wanderung am Nordkapp nichts mehr entgegen!

Unser Plan ist der folgende: Vom Nordkapp folgen wir dem E1 Fernwanderweg (der bis Sizilien führt) in Richtung Süden. Nach etwa 2,5 Wochen in Nordnorwegen erreichen wir mit Kautokeino die erste Stadt. Auf diesem Stück der Wanderung begleiten uns unsere Freunde Stefan und Julia – ab Kautokeino sind wir dann zu zweit unterwegs. Dann geht es weiter in Richtung Treriksröset, wo die norwegische, finnische und schwedische Grenze zusammenstoßen. Auf dem Weg dorthin wandern wir zum Teil in Norwegen, zum Teil in Finnland.

Bei Treriksröset startet „Gröna Bandet“ (Grünes Band), eine Herausforderung zu der wir offiziell angemeldet sind. Das Ziel dieser Herausforderung ist es, die gesamte schwedische Gebirgskette, die grob der schwedisch-norwegischen Grenze folgt, zu durchwandern. Das sind grob 1400km, für die wir in etwa 10 Wochen brauchen werden. Die Wahl der Route ist den Gröna Bandet-Teilnehmern im Prinzip selbst überlassen. Unser Weg besteht teilweise aus bekannten Fernwanderwegen (wie zB Teile des Kungsleden), teilweise aus Stücken die wir querfeldein gehen.

Am Kungsleden werden wir Gegenden wiedersehen, in denen wir auch schon im Winter unterwegs waren. Ebenfalls werden wir im wilden Sarek-Nationalpark unterwegs sein, ab und zu die Grenze zu Norwegen überqueren um dort Teilstücke zurückzulegen und schließlich in der Bergstation Grövelsjön das Ende des Grünen Bandes erreichen. Von dort sind es noch knappe zwei Wochen durch Wald- und Seenlandschaften nach Mora, wo sich nicht nur das Ziel vom berühmten Langlaufwettbewerb „Vasaloppet“ befindet, sondern auch wo Mimis Kusine Ida mit ihrer Familie wohnt. Mora ist für uns – sofern sich unsere Pläne nicht ändern – das Ziel unserer Wanderung. Zu diesem Zeitpunkt werden wir dann ca. 2200 Wanderkilometer zurückgelegt haben.

Und wieso nennen wir eigentlich unser Abenteuer „Expedition Kanelbullar“? Nun, Kanelbullar (Kanelbolle in Norwegisch, Korvapuusti in Finnisch) sind die skandinavischen Germteig-Zimtschnecken und einfach unwiderstehlich gut! Unsere Wanderung ist also eine Expedition durch die wilde Natur im Land der Kanelbullar 🙂 Wie wir schon im Winter bemerkt haben, trifft man nur selten auf wild lebende Kanelbullar-Exemplare, aber umso mehr werden wir uns darüber freuen wenn wir bei einem kurzen Aufenthalt in der Zivilisation welche ergattern können. Vielleicht können wir bei unserer Ankunft in Mora dann sogar wieder selbst welche backen!

2 Gedanken zu „Expedition Kanelbullar: Unser Plan“

    1. Ja, ganz schön arge Situation. Wir sind zum Glück nicht in betroffenen Gebieten unterwegs und soweit im Norden, wie wir momentan sind, ist die Feuergefahr auch kleiner – Sumpf sei dank 🙂

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